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Begleithunde im Praxistest

Früh am Samstag morgen versammelten sich 9 Prüflinge und ein „weißer Hund“ vor den strengen Augen der Leistungsrichterin Uschi Hornung. Wie die Agility-Starter schon zu Genüge wissen: Uschi sieht alles! Die theoretische Prüfung musste nur Dietmar Göbel ablegen, die er aber locker bestand.

Team 1 – Mara und Louis

Den Anfang machten Andrea mit Mara und Nadine mit Louis. Louis durfte sich zuerst hinlegen, während Mara das Schema an der Seite von Frauchen Andrea absolvierte. Man kann eine Begleithundeprüfung auch noch so oft laufen, aufgeregt ist man trotzdem. Andrea hat in ihrer langen Zeit als Züchterin schon viele Prüfungen absolviert, aber jeder Hund ist anders und es ist jedes Mal ein erstes Mal. Aber natürlich haben die beiden die Prüfung bestanden und eine sehr schöne Vorführung gezeigt.

Nadine und ihr Louis haben zwar ein bisschen mit der Aufregung zu kämpfen gehabt, aber trotzdem eine sehr schöne Vorführung gezeigt und die Prüfung gut bestanden. Louis  hat den Kontakt zu seinem Frauchen nie verloren und nur mal den einen oder anderen Blick in die Gruppe riskiert. Vielleicht hätte ja jemand ein Leckeren dabei oder würde ein Spiel zur Auflockerung zu schätzen wissen. Doch diese Gedanken lenkten ihn nicht lange ab und er war fest entschlossen, sein Frauchen nicht aus den Augen zu lassen.

Team 2 – Lotte und Lanero

Monika und ihr Schnauzermädchen Lotte sind Wiederholungstäter. Beim ersten Versuch war Lotte der Meinung, dass das ein ganz blödes Spiel ist. Dafür zeigte sie dieses Mal, was für ein tolles Mädel sie ist und wich ihrem Frauchen nicht von der Seite. Sie ließ sich nicht ablenken und beide absolvierten eine Prüfung, bei der auch Richterin Uschi nicht viel zu kritisieren hatte. Mal ein kleiner Schwenk zur Seite oder eine Kehrtwendung, die ein bisschen enger hätte sein können, aber insgesamt war sie sehr zufrieden und bescheinigte beiden eine bestandene Prüfung.

Beate hatte mit ihrem Lanero eine kleine Granate an der Leine. Lanero liebt es zu rennen und möchte doch ein bisschen mehr Action, als dieses Rumgelaufe. Aber entweder hatte Beate ihm versprochen, nachher ein ganzes Elefantenohr anzubraten oder er hatte beschlossen, nun ein totaler Musterhund zu sein, jedenfalls war er trotz aller innerlichen Hibbeligkeit wunderbar bei der Sache und bot auch dem kritischsten Blick nicht viel zum Mäkeln. Beate und Lanero haben nun die offizielle Erlaubnis im Turnierhundesport so richtig durchzustarten.

Team 3 – Aiden und Ella

Melanie und ihr Aiden bildeten eine wunderschöne Einheit. Der Kurzhaar Collie lief entspannt neben seinem Frauchen her und ließ sich nicht ablenken, auch wenn es überall so verführerisch roch und über dem Fluss grade ein Reiher seine Flugübungen absolvierte. Er hatte hier schließlich einen Job zu erledigen und was war sein Frauchen glücklich zu machen. Uschi konnte keine großen Kritikpunkte anbringen und bescheinigte beiden eine sehr schöne Vorführung.

Carina ist sich selbst gegenüber die kritischste Person überhaupt. „Im Training ist Ella aber viel schöner gelaufen.“ war das erste, was wir zu hören bekamen. ja, war vielleicht so. Trotzdem lief Ella wunderbar und wunderte sich vermutlich die ganze Zeit, warum ihr Frauchen so steif und nervös war. Schließlich waren die hier schon zigmal und sind immer gut gelaufen und das war ja nix neues für die kleine Sheltiehündin. Obwohl Carina sich selbst bekrittelte, konnte Uschi nicht viel negatives finden und beide bestanden die Prüfung.

Team 4 Attis und Leni

Christina und ihr Hovawart Attis „er hat ja so schöne Marken“ zeigten einfach nur eine schöne Vorführung. Christina lief wie ein Uhrwerk und Attis war der Zeiger, der mitlief. Eine wunderschöne Einheit und Vorführung. Bei der Ablage patzte Attis leider etwas, den es war alles soooooo interessant und er beschloss, dass die Liegeposition grade unbequem ist. Ob es der Singsang der Zuschauer „leg dich hin…“ war oder ob er es selbst beschloss, sich wieder hinzulegen, wird sein Geheimnis bleiben. Trotzdem bestanden die beiden und dürfen fortan im Turnierhundesport zeigen, was sie können.

Ines und ihre Leni rundeten das Feld ab und obwohl keiner der beiden weiß ist, waren beide der „weiße Hund“. Das ist ein Hund, der ein Team auffüllt, damit es eine gerade Anzahl an Startern ist, schließlich muss ja ein Hund laufen, während einer abliegt.

Team 5 – Tiffy und Hero

Dietmar und Hero starteten hochmotiviert und wirklich schön. Ein Husky ist eher unmotiviert für die Unterordnung. Schließlich ist sein Bewegungsdrang unglaublich hoch und so fand er die Prüfung zusehends blöder und zeigte dies seinem Herrchen auch durch einen Sitzstreik. Dietmar gab sich die allergrößte Mühe und versprach ihm vermutlich einen großartigen Lauf im Anschluss und mindestens noch einen Marathon hinterher, damit Hero sich entschloss, den Streik aufzulösen. Leider war trotz allem Good Will von Uschi nix mehr zu machen und sie musste den beiden leider mitteilen, dass dieser Teil der Prüfung nicht bestanden war.

Bianca und ihre Tiffy waren noch in der Welpengruppe und beim Anfänger-Agility bei uns im Verein, aber der Beruf und Wohnort zwangen sie zu einem Wechsel nach Singen. Trotzdem freute sie sich, bei uns als Gaststarter einen Platz zu bekommen. Tiffy zeigte, was sie konnte und absolvierte mit Bianca eine sehr schöne Prüfung. Sie blieb trotz der Sitzstreikverzögerung ruhig liegen und schnupperte solange ein bisschen im Gras. Ihre anschließende Prüfung schaffte sie mit links und Bianca war unter den strengen Augen ihrer Agility-Trainerin Uschi in Personalunion mit der Prüferin nur ein klitzekleines bisschen ganz doll aufgeregt. Die kleine Sheltiehündin wird nun im Agility gemeinsam mit ihrem Frauchen durchstarten.

Den abschließenden Verkehrsteil absolvieren alle Prüflinge mit Bravour, obwohl Uschi wirklich alle Register zog und viele Ablenkungen und Schwierigkeiten einbaute, die ihr nur einfielen. Unter anderem wurde kurzerhand die Flussseite gewechselt und unsere Prüflinge mussten sich dem Verkehr vorm Wohnmobilabstellplatz und dem Stadion stellen. Ein anderer Hundehalter fand es sehr witzig, seinen Hund ständig in der Nähe der Prüfungshunde frei rumrennen zu lassen und dort mit diesem zu üben. Obwohl es eine gewisse Hürde darstellte, konnte es keinen unserer Hunde so sehr aus dem Konzept bringen, dass er seine Prüfung noch auf den letzten Metern versemmelte.